Kein Militär in der Brigittenau und sonst wo!

„Der Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit. Ich bin daher entschlossen, keine Art von Krieg zu unterstützen und an der Beseitigung aller Kriegsursachen mitzuarbeiten“

Liebe Dynamo und Dynama Unterstützer*innen!

Donnerstag dem 25.8 findet kein Training unserer Teams in der Spielmanngasse 8 statt. Der Grund zwingt uns dazu, Stellung zu beziehen.
Wir haben nie ein Problem auf etwas zu verzichten, wenn auf unseren Platz eine sportliche- oder zivilgesellschaftliche Veranstaltung stattfindet. Doch am 25.8 werden Militärkommando Wien und die Bezirksvorstehung des 20. Wiener Gemeindebezirkes gemeinsam eine „feierlichen“ Angelobung der Rekrut*innen der Garnison Wien ab 17 Uhr bei uns am Sportplatz durchführen. Diese Veranstaltung lehnen wir entschieden ab! Das Gelände ist ein Sportplatz und kein Ort, wo Militärs ihre Treue auf Österreich und Autoritäten schwören und Krieg und Ausbeutung huldigen.
Auf Sportplätzen in dieser Stadt wird tagtäglich versucht, das Zusammenleben der verschiedensten Menschen zu ermöglichen und zu erproben. Es geht im besten Fall um den gemeinsamen Spaß und Bewegung. Im Falle unseres Teams zusätzlich darum, Menschen, die in Wien ein neues Zuhause gefunden haben, aktiv die Möglichkeit zu eröffnen, Freundschaften zu knüpfen.
Was aber machen Militärs? Das genaue Gegenteil! Durch Krieg und Tod werden Menschen getötet und Ressourcen zerstört und ganze Regionen auf dieser Welt werden dem Erdboden gleich-gemacht. Flucht, Hunger und Tod sind die direkten Auswirkungen davon, die uns alle betreffen. Kriegerische Auseinandersetzungen sind immer die letzte perverse Logik dieser kapitalistischen Gesellschaft, um machtvollen Einfluss zu vergrößern und sich den Zugang zu Ressourcen zu sichern.
Sich in kriegerischen Auseinandersetzungen als „neutral“ zu bezeichnen, so wie dies der österreichische Staat tut, erscheint dabei als besonders absurd. Das österreichische Bundesheer führt sowohl direkt als auch indirekt Krieg. Derzeit zum Beispiel in Mali, Libanon, Afghanistan, Ukraine, DR Kongo uvm. Des Weiteren zeigt sich gerade heutzutage eine zunehmende Militarisierung der Außengrenzen, die nicht zuletzt von Österreich forciert wird. Und auch die Übernahme polizeilicher Aufgaben durch das Militär in Städten ist ein weiterer Schritt, um die Gesellschaft zunehmend zu militarisieren und entsolidarisieren. Ebenso haben Politiker*innen kein Problem damit zu fordern, dass militärisches Gerät für Abschiebungen verwendet werden soll. Diese Forderungen wurden sogar im Juli dieses Jahres zur Praxis.
Zusätzlich soll noch darauf hingewiesen werden, dass Waffen, die im „neutralen“ Österreich produziert werden, sich als Exportschlager in aktuellen Kriegsgebieten (z.B.: Jemen und Syrien) erweisen. Während die einen daran verdienen, bringen sie Leid und Tod über die anderen.
Im Zuge der Recherche zu dieser Stellungnahme ergab sich, dass am 21.08.2015 dasMilitärkommando Wien und die Bezirksvorstehung des 21. Wiener Gemeindebezirkes gemeinsam eine Angelobung von Rekrut*innen der Garnison Wien auf einem Sportplatz in Wien 1210, Hopfengasse 4-8, durchführten!

Die Angelobung von Rekrut*innen ist Teil dieser militaristischen Maschinerie. Der mehr als augenscheinliche Widerspruch zwischen dieser und dem Anspruch, den wir an unseren Sport stellen, lässt uns das Vorgehen des Militärkommandos Wien und der Bezirksvorstehung entschieden ablehnen. KRIEG BEGINNT HIER!

 

Wir fordern die Verantwortlichen auf, diese Praxis in Zukunft zu unterlassen! Sportplätze sind nicht für eure militärische Zwecke errichtet worden – nicht in der Brigittenau oder sonst wo.

Geht zurück in eure Kasernen und lasst uns mit eurem militärischen – nationalistischen Mist in Ruhe.

Österreichische Waffen – Österreichisches Geld – Morden mit in aller Welt!

Warum es wichtig ist, Antimilitarismus mit anderen Herschaftsverhältnissen zusammenzudenken könnt ihr in diesem Text von „war-starts-here.camp“ lesen: https://linksunten.indymedia.org/de/node/186062
 
Links:
Lesetipps zu Antimilitarisierung:
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